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Rennberichte 2013/2

Birubi bei Nacht

Der vergleichsweise lange, fiktionale Kurs mit seinem typisch australischen Flair ist fast so etwas wie ein kleines Bathurst: viele Steigungen, teilweise fehlende Auslaufzonen, gefährliche Curbs - insgesamt etwas weniger gefährlich und spektakulär vielleicht, dafür aber mit deutlich besseren Überholmöglichkeiten und gewaltigem Spaßpotential. Es ist eine echte Fahrerstrecke, auf der jedes Fabrikat Siegchancen hat, wenn es richtig bewegt wird - und wenn der Fahrer mit den besonderen Bedingungen dieses Rennens fertig wird. RTC war komplett am Start, ein Nachrennen hatte es in dieser Saison noch nicht gegeben. Obwohl der Track recht knifflich war und die Dunkelheit auch nicht zu unterschätzt werden durfte, erreichte die Mannschaft ordentliche Ergebnisse, allerdings konnte keiner auch nur in die Nähe des Podiums fahren. Hat rotzdem viel Spass gemacht.

MeckPomm lässt grüßen, Rostock OHV

Die Rennstrecke ist eingebettet in eine Landschaft aus Ackerflächen. Was heisst, dass wir uns auf einer Landstrasse befinden. Getreidefelder sowie grosse Wiesen säumen den linken sowie rechten Rand der Strecke in grossen Teilen. Hin und wieder sieht man auch Häuser am Streckenrand mit neugierigen und blitzeifrigen Zuschauern. Sehr anspruchsvoll, der Kurs, leider war der Scirocco etwas untermotirisiert und wurd auf den langen Geraden mit deutlichem Überschuss von den dicken V8`s stehengelassen. Mark holte sich den Sieg in Rennen 1 auf seinem Ford GT40, fiel allerdings Rennen 2 aus. Schade, Podium wär allemal möglich gewesen. Gert und Jürgen spulten ihre Aufgaben wie gewohnt runter, Gert erreichte Top 10 in Rennen 2, Jürgen P11 auf dem Scirocco.

ZuGast in Amerika, Nelson Ledges

Für amerikanische Verhältnisse ist die Strecke winzig, aber dennoch eine der schnellsten in dieser Saison. Dafür sorgt das extrem flüssige Layout mit seinen weiten Steilkurven und spärlichen Bremspunkten, die Nelson Ledges zu einer Art Miniaturmix aus Mosport und Watkins Glen machen. Zum ersten mal werden also die längsten verfügbaren Übersetzungen benötigt werden und für diese kleinen Wagen respektable Geschwindigkeiten jenseits der 200 Km/h erreicht werden. Dafür braucht es allerdings eine perfekte Linienwahl, und die fällt hier sehr, sehr schwer - denn die Kurvenscheitelpunkte lassen sich oft nicht richtig einschätzen. RTC 1 mit Johannes und Jürgen waren ebenso am Start wie Gert und Mark. Mark stand nicht ganz unerwartet in Rennen 1 auf dem Podium, konnte diesen erfreulichen Umstand allerdings nicht in Rennen 2 wiederholen. Jürgen Gert und Johannes kämpften verbissen im Mittelfeld, mehr als P13 (Jürgen und Johannes) war allerdings nicht möglich, Gert erging es nicht besser, Johannes fiel leider in Rennen 2 aus.

Volle Kanne in der Stadt, Birmingham Super Prix

Birmingham Superprix ist keine typische kleine Frickelstrecke. Sie ist im Gegenteil eher breit angelegt mit vielen Vollgaspassagen und mehr oder weniger engen ecken und einer, einem Kreisverkehr nicht unähnlichen, 180° Kurve. Nach Start/Ziel folgt die Bristol Street Motors Corner. Eine nette kleine Linkskurve mit folgendem kurzen Beschleunigungsteil Richtung British Telecom Chicane. Diese Schikane hat es in sich. Klein, eng und gemein zu fahren mit einer Kuppe am Ausgang. Die folgende Peter Barwell Hill Gerade geht voll bis kurz vor die oben erwähnte 180° Kreisverkehrkurve. Danach geht es wieder voll zur Ferodo Corner, einer sich aus 2 Ecken bildenden Rechtskurve. Als nächstes wartet nach erneutem vollen beschleunigen die Redex Corner die noch flüssig gefahren werden kann. Im Gegensatz dazu steht die Tandom Turn. Eine enge und langsame Linkskurve. Anschliessend geht es noch einmal 2 Gänge hoch und nach leichtem Rechtsschlenker muss auch wieder für die eher .angsamere Shell Corner geankert werden. Jürgen setzte wieder den Benz in Rennen 1 und den VW in Rennen 2, währen Gert mit dem Alfa und Mark mit dem Ford an den Start gingen. Von den Ergebnissen her, verliefen beide Rennen ähnlich, Mark fuhr zwei mal aufs Podium, Gert beendete beide Rennen auf P12, Jürgen auf P14. Ein wirklich interessanter Track, hat uns allen viel Spass gemacht.

Achterbahn in Roskilde

Nachdem in Niederstetten eine erste Hackordnung herausgearbeitet wurde, werden die Karten auf dem winzigen Roskilde Ring neu gemischt. Dänemarks älteste permanente Rennstrecke bestand zwar nur von 1955-1969, ist aber wie geschaffen für die kleinen Tourenwagen und wird in dieser Woche ganz zünftig virtuell wieder aufleben.Der gerade mal 1400 Meter lange Kurs befindet sich in einer stillgelegten Kiesgrube und hat trotz seiner gerade mal 5 Kurven viel zu bieten. Die Fahrbahn ist breit, teilweise wellig, führt über Kuppen und überwindet auf kurzer Distanz stattliche 14 Meter Höhenunterschied. Das Beste ist natürlich die Steilkurve im Startbereich, sehr eigentümlich hingegen das ringförmig angelegte Fahrerlager.
Das Team RTC1 mit Johannes waren ebenso angetreten, wie auch Gert und Mark. Der Track war extrem gewöhnungsbedürftig, nur Mark konnte sich einigermassen plazieren, allerdings hatte er den NSU gegen den Alfa Romeo GTA getauscht. Jürgen fiel in Rennen 1 aus, seine Plazierung in Rennen 2 war ebenfalls nicht sonderlich gut. Ähnliche Probleme hatten auch Gert und Johannes. Abhaken!

zu Gast in Nürnberg

Wir sind zu Gast am schönen und geschichtsträchtigen Norisring. Für alle die eine 6 in Geschichte und/oder Geographie hatten, was im Zeitalter von Google aber nicht dramatisch sein sollte, der Norisring liegt in Nürnberg. Wikipedia schreibt hierzu:" Der Name Norisring ist das Ergebnis eines Preisausschreibens im Jahr 1950. Noris ist ein allegorischer Name für Nürnberg aus dem 17. Jahrhundert".

Johannes hat sich aus zeitlichen Gründen vorerst aus der PRO abgemeldet, sein giftgrüner VW Scirocco bleibt in der Garage. Nichtsdestotrotz startet Jürgen auf seinen beiden Einsatzfahrzeugen, dem gewaltigen Benz 300 SEL und dem VW Scirocco, beiden in RTC-rotschwarz. Gert war vom Ford GT40 auf den Alfa Romeo GTAm umgestiegen, während Mark weiterhin erfolgreich einsetzt. Platz 2 und 5 in beiden Rennen geben ihm Recht.

Jürgen und Gert fuhren beide Rennen nach Hause, konnten sich aber nicht in den Top10 plazieren

Saisonauftakt in Niederstetten

der Saisonauftakt fand auf dem Heeresflugplatz Niederstetten, im Norden Baden-Württembergs, statt. Strahltriebwerke werden durch Rennmotoren ersetzt, Fangnetze durch Strohballen, Kerosin durch etwas weniger Hochoktaniges - und ein Gutes hat es allemal: die Anwohner sind den Sound gewohnt.

Bei einer Flugplatzstrecke denkt man vielleicht spontan an Sebring - endlose Vollgasstücke die gesamte Landebahn hinab, wenig Orientierungspunkte und irgendwie so gar nicht zu den hubraumschwachen Wagen passend. Aber Niederstetten ist anders. Auf kürzester Distanz schafft es der Kurs neben den obligatorischen Bleifuss-Passagen extrem fordernde Schikanen, Haarnadelkurven und flüssige Geschlängel unterzubringen - bei ansehnlicher Streckenbreite und herausragender Optik. Auf dieser Strecke macht schon das bloße Ansehen Spaß.

Das RTC 1 Team war mit Johannes im Lotus Ford Cortina und Jürgen im Alfa Romeo GTA vertrieben. Mark und Gert gingen in anderen Teams an den Start. Das erste Rennen in gänzlich anderen Fahrzeugen, als bis her, stellte uns vor schwierige, aber lösbare Aufgaben, dennoch reichte es nur für Startplätze im hinteren Feld. Leider hatte Jürgen im ersten Rennen ein techn. Problem, er konnte nicht sarten. Johannes fuhr routiniert den ersten Turn und belegte einen guten Mittelplatz vor Mark und Gert. Rennen 2 sah Jürgen am Start, sodass auch er die Premiere fahren konnte. Die Ergebnisse waren ähnlich wie in Rennen 1, Mark und Johannes im Mittelfeld, Gert und Jürgen weiter hinten.

Start in dei Saison 2013/2 der GTL-PRO

Die GTC65 Fahrzeuge werden nun zur ersten Ausfahrt gebeten und wir sind zu Gast auf einem sehr schönen und anspruchsvollen Track von Jochen Richter, entworfen und gebaut

Die sonst öden, aber zweckdienlichen, Kurvenbezeichnungen wie Turn 1 oder Turn 2 finden hier keine Verwendung. Bei uns sind die Kurvennamen eine Ansammlung der Creme de la Creme
der Racersleague GTL Truppe. Jede Kurve trägt einen Fahrer- bzw Teamnamen. So lassen sich zum Beispiel die Ackermann Kurve oder die knifflige Hofer Kuppe nennen. Jede Kurve, Kehre, Kuppe, Schikane, Biegung oder Senke wurde von Jochen mit allerhöchster Präzision und einer gesunden Portion Schalk im Nacken entworfen und platziert. Zeit zum Ausruhen bleibt lediglich auf der Hanusch Geraden. Der Rest der Strecke ist Arbeit pur. In Summe, bis auf diese Gerade, ist es ein guer Kurvenmix der fast jedem Fabrikat zugute kommen sollte. Die V8 Apparate werden auf den kurzen Sprintpassagen, den leichten Kurven und der Hanusch Geraden zeigen was man in Detroit unter Motorenbau und Leistung verstand. Die schwächer motorisierten Renner werden in den kurvigen Passagen und auf der Bremse enorm Zeit gut machen, auf der Hanusch Geraden jedoch verhungern.

Jürgen und Johannes bilden wieder das Team RTC 1. Beide fahren den Scirocco Gruppe 2, Jürgen in rot/schwarz, Johannes in grün/schwarz. Das I-Tüpfelchen ist allerdings der Mercedes 300 SEL AMG, den Jürgen jeweils im 2. Rennen fährt. Mark und Gert haben ein eigenes Team gebildet und fahren Ford GT40. Johannes konnte leider nicht teilnehmen, er wäre in seinem Scirocco sicherlich bestens zurecht gekommen. In den Vortests war erkennbar, dass Jürgen mit dem leistungsschwachen VW gut mithalten konnte, was sich auch im Rennen bemerkbar machte. Der dicke Benz machte ihm allerdings mehr zu schaffen, als ihm lieb war. In Rennen eins konnte Jürgen eine Überrundung verhindern, leider war ihm das mit dem Benz nicht vergönnt. Gert kämpfte ebenfalls mehr oder weniger erfolgreich mit dem GT40, während Mark sich mit einem Sieg in Rennen 2 bravorös schlug.